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Hoax und Kettenbrief Muss das Gänseblümchen sterben?In meinem Dorfladen erzählt die Verkäuferin ganz aufgeregt: Ein gefährlicher Virus ist im Umlauf, verursacht Brechdurchfall und hässlichen, juckenden Ausschlag am ganzen Körper. Viele Menschen erkranken, Todesfälle hat es auch schon gegeben.Schuld sei das Gänseblümchen, das dem Virus als Wirt diene. Das Gegenmittel hat sie auch schon parat: Im Garten den ganzen Rasen untersuchen. Jedes Pflänzchen mit einem scharfen Küchenmesser rund um das Herz herum ausstechen. Hinterher tut zwar der Rücken weh und das Messer ist unbrauchbar, aber dafür hat der Virus seinen Wirt verloren und kann sich nicht mehr fortpflanzen! Schnell die Warnung weitergeben, an Nachbarn, Vereinsfreunde, schulpflichtige Kinder und in der Stammkneipe... Hilfsbereite Menschen werden sich finden und Flugzettel kopieren, auslegen und verteilen. Nur kurze Zeit, und das ganz Dorf weiß Bescheid. Und - ach sind wir froh - E-Mail hat ja heute auch schon jeder Dritte. So wird es bald die ganze Welt wissen, keinem bleibt die Gefahr verborgen, und gemeinsam können wir für die endgültige Vernichtung des Gänseblümchens sorgen! Ihnen scheint das zu mühsam? Oder glauben Sie etwa nicht daran? Fragen Sie erst einmal genau nach, bevor Sie Ihr bestes Küchenmesser und Ihren Rücken ruinieren? Sie tun gut daran! Denn diese Viruswarnung ist ein Hoax - eine "Ente". E-Mail-Hoaxe sind so populär wie die Kommunikation per E-Mail selbst. Und werden in die Welt gesetzt, um Ihnen und den zigtausenden anderen Empfängern die Zeit zu stehlen. Der Teddybär Immer noch kursiert die E-Mail-Ente mit der Warnung vor dem "Teddy-Bären", eine harmlose Datei, die zur Standardinstallation bei Windows-PCs gehört. Und oben drein: Der nächste Kettenbrief reist per E-Mail um die Welt, und informiert, dass die Teddy-Warnung ein Hoax ist. Beide Mails sind Produktivitätskiller, die den Absender als naiv und uninformiert entlarven. Denn der vernünftige E-Mail-Benutzer geht verantwortungsbewusst mit dem Medium um. Denn wenn eine E-Mail eintrifft, die vorgibt vor einem bislang unentdeckten Computervirus zu warnen, dazu auffordert, bestimmte Schritte zu unternehmen, um den Virus auf dem Computer aufzustöbern und unschädlich zu machen, und diese Warnung an alle Geschäftspartner, Kollegen und Freunde weiterzugeben, dann muss der Wahrheitsgehalt geprüft werden. Zumeist handelt es sich um eine Ente. Solche Mails sollten auf keinen Fall mit großem Verteiler weitergegeben werden. Im Zweifel denken Sie daran, dass sich Ihre Geschäftspartner wundern könnten, für wie unwissend und naiv sie von Ihnen eingeschätzt werden! Informationen zu Viren und Hoaxes gibt zum Beispiel das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, im Internet: www.bsi.de. Oft reicht auch schon die Eingabe des Namens eines solchen angeblichen Virus in einer Suchmaschine wie www.google.de. Schutz vor Viren, Hoaxes und unerwünschter Werbung Ich habe vor kurzem Informationsmaterial und Texte für den "Mail-Kicker" verfasst. Dieses Produkt ist überall da interessant, wo mehrere Mitarbeiter mit Internet-Anschluss per E-Mail geschäftlich korrespondieren. Der Mail-Kicker filtert wirksam den Posteingang. Schädliche oder verdächtige Dateianhänge, Werbung und anderer "E-Müll" gelangen gar nicht erst auf den PC der Mitarbeiter. Wenn Sie nicht selbst den gesamten Posteingang kontrollieren können, und damit Schäden und Zeitverlust an den einzelnen PC-Arbitsplätzen verhindern, dann lesen Sie doch einmal die Beschreibung der Funktionen: www.mail-kicker.de. Karin Schmitt, Juni 2002 zurück zur Tipp-Übersicht |
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